Leiterin Familiengrundschul-zentrum

Frau Azhar

Kontakt

Mobil: 0170 / 7661105

E-Mail: shamim.azhar@stadt-hagen.de

Raum: KG R 18

Telefonisch erreichbar: montags, mittwochs und donnerstags 9.00 – 14.00 Uhr

In      diesem      Jahr      sollen      insgesamt       an      vier      Hagener         Grundschulen        ein „Familiengrundschulzentrum“ an den Start gehen und wir freuen uns Ihnen mitzuteilen,  dass die Janusz- Korczak-Grundschule ist eine dieser vier Schulen ist!

Unser Ziel ist eine Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule zu ermöglichen und eine aktive Beteiligung der Familien am schulischen Bildungsprozess zu fördern.

Damit wir mit Ihnen regelmäßig in Kontakt bleiben, ist der Aufbau eines Elterncafés in unserer Schule geplant.

Das wird ein offener Treffpunkt sein, bei dem wir uns kennenlernen, miteinander reden und in den Austausch kommen können. Bei der Planung der Angebote für das Elterncafé werden Ihre Anregungen und Wünschen berücksichtigt!

Sobald die Termine feststehen, werden sie Ihnen mitgeteilt!


Für die Grundschulen in Hagen beginnt ein neues Zeitalter

von Hubertus Heuel

Nach den Kindergärten werden die Grundschulen in Hagen zu Familienzentren, zu Anlaufpunkten nicht nur für Kinder, sondern für Erwachsene.

Die Grundschulen Janusz Korczak und Emil Schumacher in Hagen nehmen immer stärker die Rolle von zentralen Gestirnen im Kosmos Wehringhausen wahr. Beide sind inzwischen Familienzentren und erfüllen neben ihrem eigentlichen Bildungsauftrag zunehmend eine integrative Funktion im gesellschaftlichen Leben des von zahlreichen Nationalitäten und Kulturen geprägten Stadtteils.

„Es mag ein irrsinniger Anspruch sein, aber eine Grundschule muss heute anders denken, sie muss sich als Teil des Quartiers verstehen“, fasst Margarita Kaufmann, die Ende April verabschiedete Schuldezernentin der Stadt Hagen, das Selbstverständnis von Schulen, die in sozialen Brennpunkten liegen, zusammen.

Gesellschaftliche Umbrüche in Hagen

An der Janusz-Korczak-Schule spiegeln sich die gesellschaftlichen Umbrüche, die die nicht abreißende Zuwanderung nach Hagen mit sich bringt, wie in einem Brennglas. Als Britta Dierkes 2018 die Schulleitung übernahm, gab es 210 Schüler, heute sind es 285.

Doch die passionierte Rektorin, ausgebildete Sonderpädagogin, sieht in ihrem stetig wachsenden Aufgabenfeld eine geradezu willkommene Herausforderung: „Ich habe mich bewusst für eine Schule wie diese entschieden, weil ich gern mit Kindern und Familien zusammenarbeite, die es nicht so leicht haben.“

Die Sprache ist die erste und größte Barriere

Dass nach den Kindertagesstätten jetzt auch die Grundschulen zu Familienzentren weiterentwickelt werden, erscheint angesichts des Vielvölkergemischs in Hagen nur folgerichtig. Ziel dieses vom Landesschulministerium vorangetriebenen Programms ist es, an die Eltern heranzukommen und vor allem Vätern und Müttern aus bildungsfernen Schichten klar zu machen, welche Chancen sich ihnen und ihren Kindern durch Bildung bieten. „Die Sprache ist doch immer die erste und eine große Barriere“, berichtet Shamim Azhar: „Viele Eltern haben schlichtweg Angst, diese Barriere zu überwinden. Bildung Ganztagsschule kommt durch die Hintertür nach Hagen

Die Sozialarbeiterin ist seit Januar als Leiterin des Familiengrundschulzentrums Janusz Korczak tätig und arbeitet derzeit an der Eröffnung eines Elterncafé, das als sozialer Anlaufpunkt für Väter und Mütter eine Schlüsselrolle einnehmen soll. Die oft überforderten Zuwanderer können hier schnelle Hilfestellungen und kompetente Informationen erhalten – sei es mit Sprachförderung oder bürokratischen Angelegenheiten.

Angebote und Möglichkeiten für Familien

Shamim Azhar möchte mit maßgeblichen Akteuren in Wehringhausen kooperieren und sich in ihrer Arbeit an den Bedarfen der Einwohner orientieren. Letztlich geht es nicht nur um ein chancengerechtes Aufwachsen der Kinder, sondern um Angebote und Möglichkeiten für deren Familien. „Wir wollen Angebote aus dem Stadtteil in die Schule integrieren und im Gegenzug Familien über die Schulen zu Angeboten im Stadtteil vermitteln“, sagt Anna Dreyer, Fachgebietsleiterin für Jugendhilfe und Schule bei der Stadt Hagen.

Wenn Schulleiterin Dierkes träumt, dann träumt sie von einer offenen Schule über 16 Uhr hinaus, die sogar samstags und sonntags ein Anlaufpunkt für Familien sein könnte. Doch die Realität ist eine andere, erst kürzlich musste sie aufgrund der stetig wachsenden Schülerzahl einen Differenzierungsraum aufgeben.

Doch je mehr Zuwanderer sich in Hagen niederlassen, desto wichtiger erscheint es, die neuen Familien in ihrer Erziehungs- und Lebenskompetenz zu stärken und Beratungs- und Bildungsangebote zu vermitteln – und genau das sind die Aufgaben eines Familienzentrums.

Weitere Grundschulen

Neben den Grundschulen Janusz Korczak und Emil Schumacher in Wehringhausen sind auch die Grundschulen Meinolf und Funckepark Familienzen­tren.

Im Jahr 2023 kommen möglicherweise weitere Grundschulen, beispielsweise in Haspe, hinzu.

Quelle: https://www.wp.de/staedte/hagen/fuer-die-grundschulen-in-hagen-beginnt-ein-neues-zeitalter-id235245403.html